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Die Geschichte beginnt im Jahr 772. Noch steht im Norden Deutschlands, in der Nähe des heutigen Paderborn, die Irminsul, das zentrale Heiligtum der germanischen Sachsen in Form einer
uralten Esche. Noch raunen sich die Menschen hier an langen Winterabenden die Geschichten vom Wirken der Götter zu, noch blicken sie scheu zum winterlichen Himmel, wenn sie hoch über ihren Köpfen
Hugin und Munin, die Raben Wotans, fliegen sehen. Aber das Ende dieses Zeitalters naht. Im Süden des Sachsenlandes steht das Heer des fränkischen Königs Karl bereit, den nördlichen Nachbarstamm mit
unvorstellbarer Brutalität zu unterwerfen.
Nur eine Frau, auf dem Weg Priesterin zu werden, überlebt Karls ersten vernichtenden Angriff auf die Irminsul. Alle Erwartungen der Sachsen, das drohende Unheil abzuwenden, richten sich
fortan auf sie: Lif. Wie aber soll Lif dem Stamm die Zuversicht wiedergeben, wo doch die Irminsul gefallen ist?
Doch die junge Priesterin ist nicht allein. Beim Fall der alten Esche trifft sie auf Böer, einen jungen sächsischen Krieger, der erst kurz zuvor im Norden des Landes aufgebrochen ist, um
gegen den Willen seines Vaters den Sachsen bei der Verteidigung gegen die Franken beizustehen.
Während die Kämpfe eskalieren, versuchen Lif und Böer die Aufgabe zu lösen, welche ihnen die Nornen, die Schicksalsfrauen, in den Lebensfaden gesponnen haben.
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