Der Inhalt der Botin der Götter ist keine Fiktion. Die Handlung hat so - wie auch im Nachwort beschrieben - stattgefunden. Das aber heißt auch: Die Orte, an denen die Botin der Götter “spielt”, gibt es wirklich. Und es gibt sie bei uns, in Deutschland, in Niedersachsen. Jeder, der will, kann die Orte besuchen und sich selbst auf die Spurensuche begeben. Wer sich auf den Weg macht, wird feststellen, dass sich die Reise in jedem Fall lohnt. An vielen Orten ist die Erinnerung an die Geschehnisse von damals auch heute noch lebendig - im Wald, in den Bergen, aber auch in den Städten, Dörfern und den Menschen, die in dieser Landschaft leben. Für Frank Littek war es eine faszinierende Reise auch in die eigene Geschichte, als er sich vor und während des Schreibens immer wieder auf den Weg machte, Orte aus dem Roman zu suchen und zu erkunden. Die dabei entstandenen Fotos zeigen eine Landschaft ganz in unserer Nähe.

Die Alken sind da: Spätsommer-Morgen im Waldsatiland

Marklohe: Auf dem alten Thingplatz der Sachsen steht heute eine Kirche. Trotzdem lässt sich das Ambiente des Ortes immer noch erahnen.

Sehr wahrscheinlich stand hier die Irminsul: die Externsteine, ein Ort, der längst seine Kraft verloren hat

Ein heute verzaubert wirkender Ort: die Babilonie in der Nähe von Lübbecke. Von der alten Schutzburg der Sachsen sind nur noch die Wälle im Wald erkennbar. Darauf befanden sich früher hölzerne Palisaden, von denen aus der Feind abgewehrt wurde. Bis heute ist die Babilonie ein sagenhafter Ort. Immer wieder wird von einem einsamen Reiter berichtet, der des Nachts durch die ehemalige Burg streift.

Ein Steinkreis im Waldsatiland. Hier begegnete Böer zum ersten Mal Baphet.

Das Feld, auf dem sich die erste Phase der Schlacht am Süntel ereignete. Ganz in der Ferne ist das schmale Band der Weser zu sehen, von wo aus die Franken angegriffen haben. Auf dem Feld im Vordergrund hatten sich die sächsischen Fußtruppen positioniert, während wenig später vom Hügel auf der linken Seiten, der entsprechende Hügel auf der Gegenseite ist auf dem Foto nicht zu sehen, der Reiterangriff der Sachsen erfolgte und die Franken einkreiste.

Der Hohenstein: Zu Füßen dieses Felsens erlitten die Franken ihre schwerste Niederlage.

Die Perspektive der fränkischen Krieger beim Blick zur Seite:  Von diesem bewaldeten Hügeln brachen die sächsischen Reiter hervor, während sie selbst nach vorne stürmten. 

Der Blutbach: Von den sächsischen Reitern bedrängt sahen die Franken ihr Heil in der Flucht nach vorn - und landeten in diesem sumpfigen Tal. Eine Falle. Während die Ritter Karls “des Großen” durch den Bachlauf wateten, griffen die Sachsen sie von den Anhöhen zu beiden Seiten aus an.

Kein Zweifel: Lifs Suche war nicht vergebens - und der Sturmwind am Ende des Buches kein Zufall.

© alle Fotos: Frank Littek

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